Schule für inklusive Bildung

In Wien gibt es acht Schulkompetenzzentren für Prävention, Inklusion und Rehabilitation, die STS 6 ist eines davon. Jedes dieser Zentren betreut einen oder mehrere Wiener Bezirke und verwaltet von dort die Beratungslehrer:innen, Lehrer:innen des Mobilen Teams sowie das Beratungsteam Schulstart und bietet am Standort die Betreuung in Förderklassen und der FiSch Klasse. 

> Beratungslehrer:innen

Im Rahmen des Pflichtschulunterrichts übernehmen die Beratungslehrer:innen die Unterstützung von Schüler:innen, die in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung beeinträchtigt sind. Dies geschieht durch individuelle Fördermaßnahmen im Einzel- oder Kleingruppenkontakt, beinhaltet aber auch die Arbeit mit dem Umfeld des Kindes, zu dem die Familie, die Schule, das Jugendamt und weitere Institutionen gehören. 

Neben der beziehungsgestützten kontinuierlichen Betreuung über einen längeren Zeitraum gehören auch Kurzinterventionen in Krisenfällen zum Aufgabenbereich der Beratungslehrer:innen. Darüber hinaus leisten sie wertvolle Beiträge zur Schulentwicklung im Bereich des sozialen Lernens und der Gewaltprävention. Im Rahmen dieser Tätigkeit wird auch die Arbeit mit Therapiehunden angeboten.

> Förderklassen

Schüler:innen in schwierigen Lebenslagen äußern ihre Belastung auf vielfältige Weise, unter anderem durch Lernbeeinträchtigungen, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, aggressives Verhalten oder Schwierigkeiten im sozialen Kontakt, weiterführend auch durch Suchtverhalten, Schulangst oder Schulverweigerung. Um diesen Schüler:innen eine gezielte Unterstützung zu ermöglichen, werden sie temporär in Kleingruppen bei uns am Standort betreut. Hier bekommen sie die Möglichkeit, dem Normalisierungsdruck zu entgehen und erhalten individualisierte Förderung sowie breitgefächerte Unterstützung in den Bereichen Emotionen und Sozialverhalten, Handlungssteuerung und Belastbarkeit, Aufmerksamkeit und Konzentration, Motivation sowie Lern- und Arbeitsverhalten.

> Mobile Teams

Das Ziel der mobilen Betreuung ist es, den Verbleib der Schüler:innen an der Stammschule zu ermöglichen. Die Lehrer:innen des mobilen Teams begleiten und unterstützen einzelne Schüler:innen in ihrer sozialen und emotionalen Entwicklung in der Klasse. Unter Einbeziehung aller Informationen (Lebenssituation, Verhalten, Auffälligkeiten, ...)  über die Schüler:innen wird in Zusammenarbeit mit den Klassenlehrer:innen und den Beratungslehrer:innen ein Interventions- und Förderplan erstellt, um die Schüler:innen in den Klassenverband zu integrieren.

> FiSch-Klasse

Schwierigkeiten der Schüler:innen sind am besten durch eine aktive Einbeziehung und Unterstützung der Erziehungsberechtigten lösbar. FiSch sieht sich als präventives und reintegratives Angebot für Familien. Gemeinsam beobachten und unterstützen Eltern ihre Kinder in der Klassensituation und tauschen sich anderen Erziehungsberechtigten aus. Innerhalb eines Zeitraumes von ca. 12-18 Wochen werden Schüler:innen einmal wöchentlich in der FiSch-Klasse beschult, Eltern begleiten und unterstützen dabei ihre Kinder. Die Teilnahme zumindest eines Elternteils ist verpflichtend. Die Eltern sollen im Laufe des Vormittages in einer Gruppe von bis zu acht Familien voneinander und miteinander Lernen, um ihren Handlungsspielraum in Erziehungsfragen zu erweitern. Die Gruppe wird dabei von einer Lehrkraft und einem Eltern-Coach begleitet. 
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